Profil - Barbara Fuchs, Sopran
Barbara Fuchs machte sich auf den grossen Bühnen Deutschlands einen Namen
mit den wichtigsten Partien des lyrischen Koloraturfaches. Die Frankfurter Allgemeine
urteilt über ihre Zerbinetta:
"Sie besitzt einen anstrengungslosen,
volltönenden Sopran von makelloser Schönheit. Zudem spielt
sie das kokette Weibchen mit Charme und Witz." Diese Pressenotiz
bringt die beiden Aspekte ihres künstlerischen Schaf- fens zum Ausdruck.
Einmal das Schauspielerische, das sie ursprünglich zu ihrem Beruf machen
wollte. Zum Anderen erhielt sie nach ihrem
Studium an der Musikhochschule
Zürich ihre weitere Ausbildung bei
Elisabeth Schwarzkopf,
deren Auffassung von handwerklicher Präzision, Treue zum Kunstwerk und
Verpflichtung auf ein traditionelles Schönheitsideal sie sich zu eigen
machte.
Als Tochter der Opernsängerin
Hedda Heusser war sie früh
mit dem Theaterleben vertraut und stand schon als Kind auf der Bühne des
Opernhauses Zürich, wo sie auch eine
Ballettausbildung
erhielt.
Während der Zeit am Gymnasium nahm sie Schauspielunterricht und begann,
am Schauspielhaus Zürich tätig zu sein. Sie erhielt Gesangsunterricht
bei ihrer Mutter und entschloss sich aus diesem Grunde für das
Musikstudium am
Konservatorium Zürich bei der bekannten Schweizer Sängerin
Kathrin Graf.
Nach weiteren zwei Jahren Ausbildung am
Internationalen Opernstudio
Zürich wurde sie gleich nach
Ulm engagiert. Sie
debütierte dort als Blondchen in Mozarts Entführung aus dem Serail.
Sie sang weiter Rollen wie Susanna (Figaros Hochzeit), Adele (Fledermaus) und
Rosina (Barbier von Sevilla) und verfolgte da- neben ihre Ausbildung bei Elisabeth
Schwarzkopf.
Im Rahmen der
Salzburger Festspiele erhielt sie mit der virtuosen
Koloraturarie der Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) den
Förderpreis
der Stadt Salzburg. Dort gewann sie auch im
Fach Liedgesang
den ersten Preis in der Meisterklasse von Professor Erik Werba. Auf
diesen Erfolg hin wurde sie an der
Oper Frankfurt engagiert,
wo sie in
Peter Mussbachs Inszenierung der
Ariadne
auf Naxos die
Zerbinetta und in
Troades von
Aribert Reimann die Helena sang.
In diese intensive Frankfurter Zeit fällt auch ihre erste
Königin
der Nacht unter
Ingo Metzmacher, eine Rolle, die sie
später an allen grossen Häusern singen wird, wie z.B. auch in der
Inszenierung von
George Tabori in einem Berliner Zirkuszelt.
Mozart entwickelte sich mehr und mehr zu ihrem eigentlichen
Schwer- punkt (Susanna, Pamina, Konstanze und Donna Anna).
Seit 2001 lebt Barbara Fuchs in Zürich, wo sie eine
Sologesangsklasse
unterrichtet. Sie ist
Mitglied des Zürcher Vokalquartetts,
das in Zusammenarbeit mit dem Pianisten
Irwin Gage gegründet
wurde. Neben ausgedehnter Tätigkeit im Bereich von Konzert und Oratorium
widmet sie sich nun vor allem dem Liedgesang.
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