Natürlich hatte die Koloratursopranistin Barbara Fuchs den grössten Erfolg in der Gesangsabteilung, denn wer wollte gegen die "Konkurrenz" der Zerbinetta bestehen können? Dessenungeachtet liess die Schweizer Sängerin textverständige Interpretation und silbrige Gurgelgeläufigkeit in eins fliessen, wurde also Hofmannsthal und Strauss gerecht. (Salzburger Nachrichten)
Liederabend mit der Harfenistin Praxedis Hug-Rütti
Das Publikum spürt dabei den intensiven Dialog zwischen Barbara Fuchs und Praxedis Hug-Rütti, der unmittelbar auf die Zuhörenden übergreift.
Harfe und Gesang verschmelzen zu einer Einheit, die niemanden unberührt lässt. Auch, weil Barbara Fuchs über eine wunderschöne,
flexible und wandlungsfähige Stimme verfügt.
Barbara Fuchs bezauberte erneut mit schön gefärbtem Timbre und einer Stimme, die aus der Mittellage in sphärische Höhen aufschwingt und über
ein feines mezza voce gebietet. Unprätentiös, aber hochsensibel setzte sie sprachliche Akzente, musikalisch getragen von Praxedis Hug-Rütti,
die gleichermassen virtuos wie einfühlsam spielte. (Silvia Rietz)
Zürcher Vokalquartett - Musikfestwochen Meiringen
... die Sänger bildeten ein Quartett, welches (offenbar durch längere Praxis) ein homogenes Ganzes bildet, aus welchem einzelne Stimmen, nach Anlage der Komposition sich herauslösen und wieder einbinden, eine Praxis von grossartiger Flexibilität
... die kongeniale Ergänzung zum Gesang bot der hochbedeutende Pianist Irwin Gage, welcher an pianistischen Nuancen, eigenständiger Gestaltung und Anpassung an die Sänger keinen Wunsch offen liess.
Regensburger Rathauskonzert im Reichssaal
... der ganze runde, weiche und samtglänzende Gesang der Sopranistin Barbara Fuchs ...
Das Duett "In der Nacht" gehörte mit seinem an Schumanns Mondnacht erinnernden wunderschönen Klaviervor- und Nachspiel zum Schönsten des Abends.
Foyer du Grand-Théatre de Genève
... ces pièces sont dominées par la ravissant soprano de Barbara Fuchs, récente Gretel au Grand-Théatre.
Duos et quatuors se répartissent ces merveilles, ou le solo de soprano (Melancholiè) "chanté par Barbara Fuchs avec une émotion et une tenue pures" ressort comme un astre de première grandeur. (Le Courrier Genève)
Bachfestwochen Thun unter Prof. Jakob Stämpfli
Die Gesangspartien übernahmen Barbara Fuchs und Olivier Oetterli. Sie überzeugten mit ausgewogenen, ineinander verschmelzenden Stimmen.
Klanglich von besonderem Reiz war die Instrumentierung von Blockflöte, Oboe, Viola und Gambe mit hoher Lage der Singstimme.
Der Sopranistin gelang die Herausforderung der hohen Tonlage mit deutlicher Aussprache wie selbstverständlich.
Liederabend
Längst gehört Barbara Fuchs zu den gesuchten Opernsängerinnen, glänzt im In- und Ausland als Donna Anna, Königin der Nacht und Konstanze.
Schubert, Wolf und Strauss heissen jene Komponisten, deren Liedschaffen Barbara Fuchs ins Zentrum ihres Konzertes stellte. Anders als auf
der Opernbühne wechselt die Sängerin von einer komplexen Welt in den nächsten Kosmos, erfasst Abgründe und Tiefendimensionen, schwebt im
Frühlingsrauschen, lockt als "Nachtigall der Verliebten" und durchwandert alles mit einer sensiblen, in der Höhe wunderbar zart intonierenden
Stimme und einer Wärme, die staunend machte. Doch kultivierter Schöngesang allein genügt nicht, um den Bogen von "Suleikas Sehnsucht" (Schubert)
über "Die Liebe der Spröden und der Bekehrten" (Wolf) bis zu den "Visionen der Träumenden" (Strauss) zu spannen.
Barbara Fuchs leuchtet den Text nuanciert aus und lässt sich dennoch von den melodischen Schönheiten und den koloristischen Möglichkeiten dieser
Lieder davontragen. Sie findet einen Reichtum an Tonlagen zwischen melancholischer Schubertiade und Straussscher Robustheit, dessen Raffinement
von klingenden Jugendstilornamenten ("Kornblumen") bis zu Gipfeln wie "Die Blumensprache" reicht. Mit ihrer zupackenden Begleiterin Emilia Schweizer,
die am Flügel zuweilen fast Orchesterfülle hervorzauberte, gelang eine prächtig klingende, geschlossene Werkschau unterschiedlichen Liedschaffens. (Silvia Rietz)